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| Hryðja - Reise in ein neues Leben - Teil IV |
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Insgeheim befürchtete ich, mein neuer Vormund könne mich einfach hier zurück lassen und mir bliebe die Reise auf diesem magischen Segelschiff verwehrt. Um mich zu beruhigen, schloss ich mich einer Gruppe von Menschen an, die in der Nähe des Schiffes um einen großen Kessel herum geschäftig der Essenszubereitung nachgingen. Ich nickte ihnen höflich zu. Daraufhin wurde ich angelächelt, bekam einen Sitzplatz angeboten, ein Messer und einige Rüben und Kohl vorgelegt und durfte mithelfen. Dann packte ich noch ein paar Kräuter aus, die ich früher am Tag unterwegs eingesammelt hatte. Schmunzelnd und mit großen Gesten und verspielter Begeisterung wurde die Würze von meinen Gastgebern klein gehackt und landete gemeinsam mit den anderen Zutaten im Eintopf. Nach einem erquickenden Abendessen wurden dann die letzten Sachen von Land an Bord geschafft und das Schiff legte ab. Und ich durfte mit!
An Bord sah ich sogar noch andere Frauen. Sie kauerten mit ein paar Männern beieinander auf Deck. Alle hatten sich in alte Decken gewickelt und schauten mit verlorenen Blicken um sich. Wer waren sie? Würde ich auch zu ihnen gesetzt?
Skavær wies mich an neben ihm zu bleiben. Ich war erleichtert. Und verwirrt. Ich hatte tausend Fragen, traute mich aber nicht sie zu stellen, weil ich nicht wusste, wie gut mich seine Kameraden verstehen könnten... Vielleicht waren meine Gedanken auch albern.
Wir fuhren über Nacht den Rein entlang. Ich sah wie die Ufer links und rechts von uns langsam in der Dunkelheit verschwanden. Ich spürte, wie das Schiff anfängt sich zu wiegen. Zuerst nur ganz sachte, dann immer höher. Und als der erste graue Schimmer am Horizont den neuen Tag ankündigte ließ der Kapitän das Segel hissen. Eine anhaltende Brise trug das Schiff dann über das Wasser. Die See! Von Ufern konnte ich nichts mehr erkennen. Nicht auf den Seiten, noch vor oder hinter dem Schiff. Niemals hätte ich gedacht, dass es auf der Welt so viel Wasser gäbe!
zu Teil III - weiter mit Teil V |
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